<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>~ Wordify ~</title>
	<atom:link href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/?feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://susanne.bohne.nane-uver.de</link>
	<description>Susanne Bohne &#124;&#124; Autorin &#38; Mediendesignerin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 10 May 2012 18:37:34 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.2</generator>
		<item>
		<title>Mai</title>
		<link>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=994&#038;utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=mai</link>
		<comments>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=994#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 May 2012 19:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles auf einen Blick]]></category>
		<category><![CDATA[~ Gedanken]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=994</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Es ist Mai. Die Sonne scheint. Für dich schien sie immer. Immer konntest du dir meiner sicher sein. Ich habe auf dich gewartet, saß im Häuschen deines „anything goes“ mit einem Knebel im Mund; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/05/schwalbe.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-995" title="schwalbe" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/05/schwalbe-168x300.jpg" alt="" width="168" height="300" /></a>Es ist Mai.<br />
Die Sonne scheint. Für dich schien sie immer.</p>
<p>Immer konntest du dir meiner sicher sein.<br />
Ich habe auf dich gewartet, saß im Häuschen deines „anything goes“ mit einem Knebel im Mund;<br />
saß dort und wartete auf deinen Bus, der mich schon irgendwann mitnehmen würde.<br />
Auf die Reise.</p>
<p>Den Knebel besorgte ich selbst, legte ihn bereitwillig an, damit ich es nicht in die Welt schrie:<br />
Du. Du. Du.<br />
In deinem hermetisch abgeriegelten „Alles ist möglich“ gab es nur Vakuum, Stille, Geheimnisse, Ungesagtes.</p>
<p>Doch der Knebel passte mir und zu meinen Augen. Er stand mir sogar.<br />
Und du wusstest es genau. Denn es war nicht Mai.</p>
<p>Du selbst lenktest den Bus, saßt am Steuer, bist tausendmal an mir vorbeigefahren, ließt mich dann und wann für ein paar Stunden einsteigen und schaltetest die rosa Scheinwerfer an, die mich blendeten und die Pläne auf den rissigen Asphalt projizierten.<br />
Und wenn die Lichter ihre Leuchtkraft verloren, gabst du mir mit einem Lächeln den Knebel zurück.<br />
Ich saß in deinem Häuschen, sah dir nach, wie du ohne zurück zu schauen mit deinem glasig suchenden Blick fortfuhrst.</p>
<p>Es ist Mai und die Sonne scheint für dich immer.<br />
Im Bushäuschen sitze ich nicht mehr.</p>
<p>Es ist Mai, hoch am Himmel fliegen Schwalben; die kehren immer zurück.<br />
Nicht alle von ihnen, doch die meisten.<br />
Hätte ich den kalten Winter nur auch im Süden verbracht.<br />
<span style="color: #333333;"><em>Aber endlich ist Mai.</em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<address><span style="color: #333333;"><em>(Foto: flickr/zebarnabe)<br />
</em></span></address>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?feed=rss2&#038;p=994</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dünnen Stoff weben</title>
		<link>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=976&#038;utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=dunnen-stoff-weben</link>
		<comments>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=976#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 May 2012 06:53:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles auf einen Blick]]></category>
		<category><![CDATA[~ Gedanken]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=976</guid>
		<description><![CDATA[Romeo: Peace, peace, Mercutio, peace. Thou talk&#8217;st of nothing. Mercutio: True, I talk of dreams; Which are the children of an idle brain, Begot of nothing but vain fantasy; Which is as thin of substance [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;"><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/05/3351280282_4c75146d8d_z.jpg"><img class="size-medium wp-image-978 aligncenter" title="3351280282_4c75146d8d_z" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/05/3351280282_4c75146d8d_z-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em><br />
<span style="color: #999999;">Romeo: Peace, peace, Mercutio, peace. Thou talk&#8217;st of nothing.</span></em></p>
<p><span style="color: #999999;"><em> </em></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #999999;"><em>Mercutio: True, I talk of dreams;<br />
Which are the children of an idle brain,<br />
Begot of nothing but vain fantasy;<br />
Which is as thin of substance as the air,<br />
And more inconstant than the wind, who wooes<br />
(&#8230;)</em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tragödien sind selten aus dünnem Stoff gewebt.<br />
Anders sind es die Komödien, Lustspiele.</p>
<p>Ein lustiges Spiel; Hintergründe gibt es dabei nicht, man schaltet sie ein und um und aus. Man kennt das Ende.<br />
Wir nehmen uns bei den Händen und hüpfen spielend als blau gestreifte Gummibälle durch den Sand, am Strand, bauen Burgen, hissen Flaggen, radieren Wolken am Himmel aus, beklagen die Sonne nicht. Wege führen nirgendwo hin und sie genießend zu gehen, ist einfach.<br />
Phantasien aus Papier zu Souvenirs gemacht, die wie japanische Glückskatzen mit einem Arm winken und Nähe anlocken.<br />
Die Augen verbunden, blinde Kühe laufen über gelb-rot getupfte Wiesen, der Rhythmus des Topfschlagens erzeugt lustige Lieder.<br />
Spiele und Träume.<br />
Sie sprechen von Nichts; gewebter Stoff, der so dünn ist wie die Luft, unbeständig wie der Wind.<br />
Wir nehmen uns bei den Händen und sie führen uns an verlassene Plätze.<br />
Phantasien ins Leere fallen lassen, in dich und mich reinfallen lassen.<br />
„Stadt, Land, Fluss“ im Kopf mit übergroßen Buchstaben, Gummitwist unter Wasser, Fangen spielen in Zeitraffer, gewohnt zu lachen und nicht zurück zu schauen.<br />
Niemand gewinnt, du weißt ja, wie das ist:<br />
Es ist ein lustiges Spiel.</p>
<p style="padding-left: 30px;">&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #999999;">Romeo: Still, o still, Mercutio! Du sprichst von einem Nichts.</span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #999999;">Mercutio: Wohl wahr, ich rede von Träumen,</span><br />
<span style="color: #999999;"> Kindern eines müß&#8217;gen Hirns. Von nichts als eitler Phantasie erzeugt.<br />
(&#8230;)</span></p>
<p style="padding-left: 30px;">&nbsp;</p>
<address>(Foto: flickr/Helga Weber)</address>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?feed=rss2&#038;p=976</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Multilingual</title>
		<link>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=964&#038;utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=multilingual</link>
		<comments>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=964#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 12:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles auf einen Blick]]></category>
		<category><![CDATA[~ Gedanken]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=964</guid>
		<description><![CDATA[Du kannst wieder auf &#124;&#124;anderssprachige Geschmäcker kommen, kannst &#124;&#124;fremde Vokabeln lernen. In deinem Bett, nicht in meinem. Du kannst &#124;&#124;Hummer aufs Festland einladen. Oder mit ihnen &#124;&#124;Segeln gehen. Du kannst die &#124;&#124;Fotos aus fernen Ländern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/04/multilingual.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-965" title="multilingual" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/04/multilingual-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a>Du kannst wieder auf<br />
||<em>anderssprachige Geschmäcker</em> kommen,<br />
kannst<br />
||<em>fremde Vokabeln</em> lernen.<br />
In deinem Bett, nicht in meinem.<br />
Du kannst<br />
||<em>Hummer </em>aufs Festland einladen.<br />
Oder mit ihnen<br />
||<em>Segeln </em>gehen.<br />
Du kannst die<br />
||<em>Fotos </em>aus fernen Ländern wieder aufstellen,<br />
als Erinnerung an deine Urlaube,<br />
kannst den vielen Sprachen, die in den<br />
||<em>Wänden </em>deiner Wohnung leben, zuhören.</p>
<p>Oder sie aus dem<br />
||<em>ersten Stock</em> einladen.<br />
Nachts.<br />
Das alles (und noch viel mehr) kannst du tun,<br />
ohne dass ich da bin und herzverwundet nach<br />
||den <em>Gründen </em>frage.</p>
<p>Ich weiß, welche Sprache ich spreche.<br />
Ich weiß, dass es in der<br />
||<em>Liebe </em>nur eine Sprache gibt.<br />
||<strong><em>Eine gemeinsame</em></strong>.||</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?feed=rss2&#038;p=964</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Seelenfick – etwas Drastisches</title>
		<link>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=917&#038;utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=seelenfick-%25e2%2580%2593-etwas-drastisches</link>
		<comments>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=917#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 18:07:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles auf einen Blick]]></category>
		<category><![CDATA[~ Gedanken]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=917</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Prallen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher und gleicher nicht sein können, dann passiert nichts ohne Leidenschaft. Leidenschaft, die Kriege auslöst und sich der Affirmation als zerstörerischste Waffe bedient. Blut fließt, in Sturzbächen sickert es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/04/4347305428_4a59d62674_z.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-918" title="4347305428_4a59d62674_z" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/04/4347305428_4a59d62674_z-300x207.jpg" alt="" width="300" height="207" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Prallen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher und gleicher nicht sein können, dann passiert nichts ohne Leidenschaft.<br />
Leidenschaft, die Kriege auslöst und sich der Affirmation als zerstörerischste Waffe bedient.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Blut fließt, in Sturzbächen sickert es aus den Weltenmeeren, bewirkt, dass die Anziehungskräfte wachsend kleiner werden.<br />
Torpedos brüllen im Nachthimmel, Landminen schreien unter Wasser, Geräusche werden zu unersättlichen Qualen. Mitten im größten Dröhnen verstummt der Sturm, über ihn legt sich eine wortlose Ruhe, die Seelen der Welten finden sich, suhlen sich im Blut der Sturzbäche, werden heiß dabei und vergessen alles, was zum Krieg geführt hat; wenn sie ficken. Nur Kriegsseelen ficken derart, sie spüren sich sonst nicht in all der kreischenden Röte, tabulos sind sie, weil sie Grenzen schon längst überschritten und Länder schon längst zu erobern glaubten. Sie schauen sich an mit glasigen Augen, sie dringen gegenseitig ein, in die Gebiete, die sie nicht einnehmen können, schaufeln stöhnend Schützengräben, um sich darin zu verschanzen.<br />
Die Seelen scheuern sich wund an der anderen, sie stoßen Intimstes ineinander und ahnen, dass nach der totalen Besinnungslosigkeit der Krieg nicht zu stoppen sein wird.</p>
<p>Weil sich Weltenseelen immer im Ausnahmezustand befinden, wenn sie mit Leidenschaft um die Momente der eng umschlungenen Stille kämpfend ficken.</p>
<address>(Foto: flickr.com/JustCallMe_♥Bethy♥_)</address>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?feed=rss2&#038;p=917</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Oberflächlichkeit</title>
		<link>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=908&#038;utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=oberflachlichkeit</link>
		<comments>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=908#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 16:22:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles auf einen Blick]]></category>
		<category><![CDATA[~ Gedanken]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=908</guid>
		<description><![CDATA[Neulich wollte ich auf eine Oberflächlichkeit steigen. Ich wähnte mich gut vorbereitet, denn vor Antritt der Reise recherchierte ich stundenlang und tageweise, was man über Oberflächlichkeiten wissen muss und was es zu beachten gäbe. Denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/1578087736_ecdbe1ebd3.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-909" title="1578087736_ecdbe1ebd3" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/1578087736_ecdbe1ebd3-300x227.jpg" alt="" width="300" height="227" /></a></p>
<p>Neulich wollte ich auf eine Oberflächlichkeit steigen.</p>
<p>Ich wähnte mich gut vorbereitet, denn vor Antritt der Reise recherchierte ich stundenlang und tageweise, was man über Oberflächlichkeiten wissen muss und was es zu beachten gäbe.<br />
Denn nichts ist schlimmer als über das nächste Vorhaben nicht gut genug informiert zu sein, zumindest ist es das für mich, denn ich gehöre dem Personenkreis an, der gerne Risiken abschätzt. Natürlich kann man alles im Leben übertreiben, so auch die Risikoabschätzungsrecherche, doch hielt ich es insbesondere bei der Oberflächlichkeit für wichtig, nicht mit meinem eingeübten Naturell zu brechen.</p>
<p>Um auf die Oberflächlichkeit zu steigen, so fand ich heraus, sei es wichtig, dass man immer und ausnahmslos guter Laune wäre. Mit einem getrübten Gemüt würde es einem nicht gelingen, sich an der glatten Beschaffenheit der Oberflächlichkeit festzuhalten. Außerdem wäre es hilfreich, nicht mit spitzen Werkzeugen oder scharfkantigen anderen Gerätschaften an der Oberfläche zu kratzen. Eine Strickleiter würde auch nichts nützen und überhaupt wäre es so, dass man sich bestenfalls gar keine Gedanken, noch nicht einmal um einen Weg, machen solle.<br />
Das verstand ich nicht; wie könnte man denn aber dann auf die Oberflächlichkeit steigen?<br />
Nun, ich las, das würde sich wie mit dem Tauchen verhalten. Nur andersherum. Man solle nicht versuchen in die Oberflächlichkeit hinab zu tauchen, denn sie hätte keine Substanz und also nichts, in das man gleiten könne, man würde sowieso nur wieder herausrutschen. Besser, man würde alle echte Empathie über Bord werfen, die wahre Herzlichkeit gleich hinterher, auf dem Weg zum Oberflächlichkeitsplateau ein paar Mal kurz die Luft anhalten (wie beim Tauchen, nur andersherum), den Egalgürtel fest um die Hüften schnüren und mit der Interessenlosigkeit eine Räuberleiter bauen.<br />
Und wenn man oben ankäme, dann würde man sich leicht fühlen, von den Sorgen anderer befreit, man könne sich ausschließlich und nur mit sich selbst beschäftigen, bräuchte keine Ohren mehr, die anderen zuhörten und letztlich auch keine aufrichtige Innigkeit, denn die wäre auf der Oberflächlichkeit nur störender Ballast.</p>
<p>So überlegte ich ein Weilchen, denn das alles kam mir ein wenig merkwürdig vor und bereitete meinem Bauch ein ungutes Gefühl. Dabei lockte sie, die Oberflächlichkeit. Mit Sorglosigkeit, murmelndem Blabla, mit leeren Worten, Komplimenten, mit makellosen Gesichtern und buntem Pomp. Gut, Echtheit und Empfindsamkeit gäbe es dort nicht, doch wer bräuchte sie schon &#8211; und das spiegelglatte Plateau funkelte mir einladend entgegen.</p>
<p>Und plötzlich, als mich der Glanz blendete, verstand ich:<br />
<em>Die Oberflächlichkeit kann man nur aus der Ferne betrachten, Nähe lässt sie nicht zu.</em><br />
Also ist es mir unmöglich, auf sie zu steigen, selbst mit den besten Banalitäten wird mir dies nicht gelingen.<br />
Aber aus der Distanz betrachtet, sieht sie wirklich hübsch aus; die Oberflächlichkeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<address>(Foto: flickr.com/Un ragazzo chiamato Bi)</address>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?feed=rss2&#038;p=908</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rosalinde &#8230; goes art</title>
		<link>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=884&#038;utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=rosalinde-goes-art</link>
		<comments>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=884#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 15:40:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles auf einen Blick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=884</guid>
		<description><![CDATA[Ein Glücksschwein steht Modell. (Zum Vergrößern die Bilder anklicken) &#8220;HERZ&#8221; Acryl auf Leinwand 10 x 10 cm &#160; &#8220;ANERKENNUNG&#8221; Acryl auf Leinwand 13 x 18cm &#160; &#8220;LIEBE&#8221; Acryl auf Leinwand 12 x 18cm &#160; &#8220;HEIMWEH&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Ein Glücksschwein steht Modell.</h3>
<p>(Zum Vergrößern die Bilder anklicken)</p>
<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Herz.jpg"><img title="Herz" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Herz-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><br />
&#8220;<strong>HERZ</strong>&#8221;</p>
<p>Acryl auf Leinwand<br />
10 x 10 cm</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Anerkennung.jpg"><img title="Anerkennung.jpg" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Anerkennung-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>&#8220;<strong>ANERKENNUNG</strong>&#8221;</p>
<p>Acryl auf Leinwand<br />
13 x 18cm</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Liebe.jpg"><img title="Liebe" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Liebe-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>&#8220;<strong>LIEBE</strong>&#8221;</p>
<p>Acryl auf Leinwand<br />
12 x 18cm</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Heimweh.jpg"><img title="Heimweh" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Heimweh-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>&#8220;<strong>HEIMWEH</strong>&#8221;</p>
<p>Acryl auf Leinwand<br />
12 x 18cm</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Mond.jpg"><img title="Mond" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Mond-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p><strong>&#8220;MOND&#8221;</strong></p>
<p>Acryl auf Leinwand<br />
10 x 10cm</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Illustration.jpg"><img title="Illustration" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Illustration-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>&#8220;<strong>ILLUSTRATION</strong>&#8221;</p>
<p>Aquarellierte Zeichnung<br />
(mit Rahmen)<br />
13 x 10cm</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Artwork</strong></h4>
<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Artwork1.jpg"><img title="Artwork1" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Artwork1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p><strong>&#8220;Schwarz/Weiß&#8221;</strong></p>
<p>Artwork<br />
DIN A4</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Artwork2.jpg"><img title="Artwork2a" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Artwork2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>&#8220;<strong>Wolke</strong>&#8221;</p>
<p>Artwork<br />
(mit Rahmen)<br />
13,5 x 17,5cm</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Artwork3.jpg"><img title="Artwork3" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Artwork3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>&#8220;<strong>Zürich</strong>&#8221;</p>
<p>Artwork<br />
DIN A4</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Artwork5.jpg"><img title="Artwork5" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/Artwork5-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>&#8220;<strong>Himmelblau</strong>&#8221;</p>
<p>Artwork<br />
13 x 18cm</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?feed=rss2&#038;p=884</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wiederholungstäter</title>
		<link>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=800&#038;utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wiederholungstaeter</link>
		<comments>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=800#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Mar 2012 08:43:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles auf einen Blick]]></category>
		<category><![CDATA[~ Gedanken]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=800</guid>
		<description><![CDATA[Zeitschleifen halten die Schuhe fest am Fuß, wenn man sie gut genug gebunden hat, manchmal kann man nicht einmal mehr mit den Zehen wackeln. Das ist ein bisschen unangenehm, aber es ist manchmal auch gut, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/schuhe.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-801" title="schuhe" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/schuhe-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></p>
<p>Zeitschleifen halten die Schuhe fest am Fuß, wenn man sie gut genug gebunden hat, manchmal kann man nicht einmal mehr mit den Zehen wackeln.<br />
Das ist ein bisschen unangenehm, aber es ist manchmal auch gut, wenn man sich nicht mehr bewegen kann, vor lauter Zeitschleifenfestigkeit fühlt man sich sicher. Das ist ja meistens so &#8211; wenn etwas fest ist, dann fühlt man sich sicher, weil nichts mehr zu flüchten droht, aber das ist ein Trugschluss; man überdreht Schraubverschlüsse bis sie undicht werden und Zeitschleifen bindet man so fest bis sich der Knoten nicht mehr löst.</p>
<p>Zeitschleifen kann man im Nacken tragen. Dann sehen sie aus wie die Angst, die sich üblicherweise gern im Nacken aufhält.<br />
Mit der Angst kenne ich mich aus, sie ist eine große Schleife; im Kern tut sie sehr weh und verbindet das Kinn der Sorgen mit den Schultern der Last. Und plötzlich weiß man nicht mehr, wer sich um wen gebunden hat; die Zeitschleife um einen oder andersherum, dann dreht man sich umeinander und weiß, dass man damit aufhören sollte, weil es einem schwindelig wird und übel. Dann wirft man den Kopf in den Nacken und sucht nach Punkten, an denen man sich orientieren kann, die große Zeitschleife ist dabei sehr hinderlich.</p>
<p>Zeitschleifen sind ein schöner Putz, wenn einem Vortäuschungen gefallen, die man manchmal benötigt; vielleicht findet man eine Schere.</p>
<address> </address>
<address>(Foto: flickr.com/widdowquinn)</address>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?feed=rss2&#038;p=800</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Frühlingsanfang – ein langer Satz</title>
		<link>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=795&#038;utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fruehlingsanfang-%25e2%2580%2593-ein-langer-satz</link>
		<comments>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=795#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 07:28:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles auf einen Blick]]></category>
		<category><![CDATA[~ Gedanken]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=795</guid>
		<description><![CDATA[Der Frühling zog bei mir ein, mit allerhand Gepäck stand er neulich vor der Tür und fragte höflich, ob er mir ein wenig behilflich sein kann, denn er meinte, es sei dringend notwendig, dass es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/fruehling.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-796" title="fruehling" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/fruehling-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><strong></strong>Der Frühling zog bei mir ein, mit allerhand Gepäck stand er neulich vor der Tür und fragte höflich, ob er mir ein wenig behilflich sein kann, denn er meinte, es sei dringend notwendig, dass es bei mir ein bisschen grüner wird und dass sich ein paar Dinge wandeln, weil;<br />
der Frühling, so sagte er, stünde nicht für eine Entwicklung – rein metaphorisch gesehen – sondern für einen Wandel, und so bat ich ihn gern hinein, ich war sehr neugierig, was der Frühling genau damit meinte und so wartete ich (ein wenig ungeduldig zwar) ab, ob etwas wachsen würde, und tatsächlich: wie Krokusse langsam ihre bunten Köpfchen durch braune Erde schieben, wie große Knospen aufspringen und ihre Farbenpracht in die wärmer werdende Sonne halten, so merke ich – jetzt, da der Frühling in mir wohnt – dass es in mir knistert wie es die grünen Blätter der Osterglocken tun, wenn sie sich zu ihrer vollen Größe entfalten;<br />
deswegen beginnt der Frühling sich einzurichten, er darf gern bleiben, ich habe ihn gern bei mir und er fängt an.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?feed=rss2&#038;p=795</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>März</title>
		<link>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=788&#038;utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=maerz</link>
		<comments>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=788#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 19:51:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles auf einen Blick]]></category>
		<category><![CDATA[~ Gedanken]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=788</guid>
		<description><![CDATA[Vögel melden um Sechs. Schneeglöckchen stehen auf Zehn. Westwind dreht nach Zwölf. Gradzahlen klettern bis Drei. Wolkensonne dreht um Sieben. Herzflimmern pocht gegen halb Neu(n).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/schneegloeckchen.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-790" title="schneegloeckchen" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/03/schneegloeckchen-300x244.jpg" alt="" width="300" height="244" /></a></p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Vögel melden um Sechs.<br />
Schneeglöckchen stehen auf Zehn.<br />
Westwind dreht nach Zwölf.<br />
Gradzahlen klettern bis Drei.<br />
Wolkensonne dreht um Sieben.<br />
Herzflimmern pocht gegen halb Neu(n).</p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?feed=rss2&#038;p=788</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tragikomödie</title>
		<link>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=781&#038;utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=tragikomoedie</link>
		<comments>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=781#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 19:58:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles auf einen Blick]]></category>
		<category><![CDATA[~ Gedanken]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://susanne.bohne.nane-uver.de/?p=781</guid>
		<description><![CDATA[Mit einer weißen Fahne habe ich in Reihe 2 Platz genommen. Tausenddreizehn rote Klappsesselchen sitzen hier mit mir, sonst niemand, der scharlachrote Vorhang klebt schwer an zwei Wänden und hält sich mit goldenen Bändern fest. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/01/maske.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-782" title="maske" src="http://susanne.bohne.nane-uver.de/wp-content/uploads/2012/01/maske-300x144.jpg" alt="" width="300" height="144" /></a></p>
<p>Mit einer weißen Fahne habe ich in Reihe 2 Platz genommen.<br />
Tausenddreizehn rote Klappsesselchen sitzen hier mit mir, sonst niemand, der scharlachrote Vorhang klebt schwer an zwei Wänden und hält sich mit goldenen Bändern fest. Große Quasten baumeln am Rande des Theaterbodens.<br />
Die Bühne ist mit einem Spot hell erleuchtet, fast blendet das Licht mich und beinahe möchte man den Blick abwenden, zur Seite schauen und das Opernglas fallen lassen. Aber eben nur beinahe, denn fesselnd ist der Anblick; ein leerer Stuhl steht dort, metallisch, kalt. Er wirft das Licht des Spots auf mich zurück und zieht mich in seinen Bann.<br />
Die Fahne in meinen Händen scheint zu brennen, in einem heiß weißen Feuer schmilzt sie vor meinen Augen.<br />
Mit einem Donnerschlag erscheint dort oben, auf der Bühne, jemand; er zaubert sich hinter dem Vorhang hervor und setzt sich im gleißenden Licht auf den Stuhl. Das Gesicht der Tragik ist mit einer Maske zur Hälfte bedeckt. Ich applaudiere.<br />
Jedes Wort malt die Tragik in den Atem des Theaters. Mit großen Gesten mauert sie Gesagtes fest. Unglaubliches höre ich dort; eine Sprache, die mir fremd und fern ist und doch verstehe. Sie gefällt mir nicht, doch ich applaudiere.<br />
Ein erneuter Donnerschlag, ein Blitz fährt von der Decke, der mich für Sekunden erblinden lässt, und die Maske der Tragik sitzt in Reihe 1, auf dem roten Klappsesselchen direkt vor mir. Ihr Hinterkopf ist mit dichten Haaren bewachsen, es scheint kein Mensch zu sein, doch wer sollte sonst auf einer Bühne darstellen, ich kann darüber nicht nachdenken, langsam dreht sie sich zu mir um. Wasserblaue Augen blitzen mich an, sie sind heller als die Beleuchtung, metallischer als der Stuhl.<br />
Forderungen liegen in ihnen, ein Lachen, das sie auf keiner Schauspielschule lernten. Die Hand der Tragik streckt sich nach mir, reckt sich, ich will ihr ausweichen, doch sie hält mich bereits. Sacht berührt sie meine Hände, legt sich auf meinen Schoß, in dem die schmelzende Fahne ruht. Die Tragik stöhnt lustvoll, der rotgeschminkte Mund verzogen, weiße Zähne entblößen sich. Und mich.<br />
Ich applaudiere.<br />
Schnell zieht sie sich zurück, springt auf die Bühne, setzt sich auf den kalten Stuhl und schaut mich an. Hat sie es bemerkt? Entlarvte sie meinen Applaus?<br />
Wie zwei Tiere auf dem Sprung, wie zwei Komödianten, die sich gegenseitig nicht zum Lachen brachten, starren wir uns an. Lange.<br />
Gleichzeitig beginnen wir zu applaudieren.<br />
Der letzte Vorhang fällt, entfesselt sich aus den goldenen Bändern.<br />
Beim Betreten des Foyers verschenke ich die heiß glühende, weiße Fahne an  Wartende.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://susanne.bohne.nane-uver.de/?feed=rss2&#038;p=781</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

